Die Nordeck Homeoffice Homestory | Teil III

Ein Beitrag unseres Agile Coaches Christine

Ab sofort erst mal nur noch im Homeoffice arbeiten? Außer, dass ich „mein Team“ nicht mehr vor Ort betreuen kann, bringt das für mich als erfahrene „Home-Officerin“ kaum Veränderung mit sich.

Gute Voraussetzungen also, denn eigentlich ist für alles gesorgt:

  • Ein eigenes Arbeitszimmer mit allem, was man so an Technik und für eine gute Arbeitsatmosphäre braucht.
  • Ein Ehemann, der ebenfalls regelmäßig zuhause arbeitet und wir es gewohnt sind, uns beim Arbeiten nicht in die Quere zu kommen.
  • Ein Hund, der Abwechslung und etwas Bewegung in den Arbeitsalltag bringt.
  • Reichlich Erfahrung mit Tools, wie Zoom, Microsoft Teams oder Skype, um mit meinen Kollegen und Kunden gut zusammenarbeiten.
  • Wenig technische Berührungsängste, um mir schnell mal was zu installieren bzw. neue Tools zu lernen.
  • Genügend Struktur, um gut von zu Hause zu arbeiten. (das musste ich vor Jahren auch erst mal lernen)

    Läuft also.

Stau-befreite S-Bahn-Sardine mit Labbi-Liebling

Ich gebe es zu, das Homeoffice bringt mir persönlich echte Vorteile:
Kein im Stau stehen auf der A1 in Richtung Hamburg – das beschert mir pro Tag gut zwei Stunden freie Zeit. Und meine persönliche Distanzzone gehört weiterhin mir, da ich mich nicht mehr wie eine Ölsardine in die S3 quetschen muss.

Außerdem löst das zuhause Arbeiten erstmal ein ganz anderes Problem: die externe Hundebetreuung. Denn seit einigen Tagen verweigert sich unser knapp 13-jähriger Labrador ins Auto einzusteigen. Und ihn mit seinen ca. 38 kg ins Auto zu hieven – da streiken sowohl mein Körper als auch der Hund.

Buddy, der gemütliche Labbi-Opi

Wie war die erste Woche im Homeoffice in Zeiten von Corona?

Sagen wir mal so, es gibt bestimmt irgendwann Zeiten, in denen man im Homeoffice entspannt was abarbeiten kann und zwischendurch mal ein Onlinemeeting mit Kollegen macht, um nicht ganz abgehängt zu werden. Aber nicht im Augenblick. Bei mir jedenfalls…

Die vergangene Woche hatte es echt in sich. Es entstand eine Dynamik und eine völlig andere Art der Zusammenarbeit, wie ich sie bislang noch nicht erlebt habe. Spätestens jetzt zahlt es sich aus, was ich in meinem agilen Arbeitsalltag gelernt habe.

Die Insights der letzten Woche

  • Die geplante Vorort-Veranstaltung mit ca. 40 Teilnehmern wollte auf ein Onlineformat gebracht werden. Teilnehmer in unterschiedliche Breakout-Sessions begleiten, gemeinsame Moderation mit vier Kollegen. Eine super Vorbereitung durch die Kollegen, in enger Abstimmung haben wir am Konzept gefeilt, als Facilitator ein neues Tool ausprobiert. Und ein gemeinsam ein klasse Event durchgeführt.
  • Dasselbe noch einmal für das nächste Event am Freitag.
  • Der Remote-Zugang für das Kundenprojekt musste eingerichtet werden. Klang erst ganz easy. Nach mehreren Telefonaten und E-Mails mit dem IT-Support und der Installation einer Authentifizierungssoftware hat es dann (fast) geklappt.
  • Und der alltägliche Wahnsinn fand natürlich jetzt online statt. Jeder musste sich irgendwie neu orientieren. Was sich nur über eine intensivere Kommunikation abfangen ließ. Insofern saß ich gefühlt dauernd in Onlinemeetings mal mit einer Person, in unterschiedlichsten Teamkonstellationen bis hin zum gesamten Unternehmen.

Freitagnachmittag war bei mir dann irgendein Punkt überschritten und ich wusste nicht mehr in welchem Kanal ich mich befand. Und so habe ich, statt die Kollegin direkt über Teams anzuwählen, die gesamten Teilnehmer eines Gruppenchats angewählt.

Ähm, warum seid ihr jetzt auch hier?

Stiller Beobachter und Hornveilchen-Vernichter

Auch wenn es eine anstrengende Woche war, fand ich die Zusammenarbeit mit Kollegen, Kunden und Eventteilnehmer einfach der Hammer. Es war eine bereichernde und intensive Zusammenarbeit. Und auch das Persönliche kam nicht zu kurz. Insofern:

„Collaboration rocks – auch online!

Mein Learning für die kommende Woche

Die Online-Zeit durch bewusstere Pausen unterbrechen, um mich zwischen-durch zu erden. Vielleicht zupfe ich zwischendurch ein bisschen Unkraut und verteidige meine Hornveilchen vor der Gefräßigkeit des Rehs.

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