Blinkist – Vorreiter für moderne Unternehmensorganisation in Deutschland

Blinkist gilt zur Zeit als eins der erfolgreichsten deutschen mobile App Start Ups. In den USA sind sie noch wesentlich bekannter als in Deutschland. Sie bieten eine Sachbuch/ Hörbuch App an und bereiten Sachbücher Inhalte auf, in dem die Kernaussagen auf ca. 15 Minuten Audiovortrag komprimiert sind. So kann man sich schnell und effektiv viel Wissen einverleiben und den ganzen typischen blabla von wiederholenden Botschaften aus Sachbüchern sparen.

Blinkist hat vor einigen Jahren für sich eine angepasste und vereinfachte Version von Holokratie als Organisationsmodell entwickelt und eingeführt. Sie haben das  Konzept unter dem Namen „Blinkracy“ veröffentlicht. Es ist für KMUs wesentlich leichter zu verstehen und implementieren als Holacracy:

https://static-cdn.blinkist.com/ebooks/Blinkracy-Blinkist.pdf

Interessant finde ich die Entwicklungen bei Blinkist, die sich inzwischen von Blinkracy / Holokratie gelöst haben,  ihr Organisationsmodell noch stärker an ihre Situation angepasst haben und es jetzt Blinkist Operating System nennen:

https://teambay.com/de/holacracy-blinkist/

Das bestärkt mich in unserem eigenen Ansatz, nicht Holokratie unhinterfragt zu übernehmen, sondern dass wir von Anfang an unseren eigenen individuellen Prozess für Selbstorganisation in unserem Unternehmen entwickelt haben. Punkte die wir von Holokratie übernommen haben sind z.B. die Konzepte für Accountabilities, Zirkel und Facilitator. In anderen Stellen sind wir dichter an Scrum und Kanban/Lean. Grundlage sind immer die agilen Werte.

Blinkist ist zur Zeit auf der Liste der beliebtesten Wunscharbeitgeber in Deutschland auf Nummer 20. Das bestätigt mich in meiner These, dass unser eigenes selbstorganisiertes Unternehmensmodell vermutlich der wichtigste Pull Faktor für neue Mitarbeiter ist.

Vielleicht werden wir demnächst mal unsere eigene Ausprägung eines selbstorganisierten Unternehmens- Organisationsmodells beschreiben und veröffentlichen, so dass andere sich davon inspirieren lassen können. Das Problem mit sowas ist immer, dass solche Prozesse ständig im Fluss sind und sein müssen. D.h. was wir jetzt veröffentlichen würden, ist nicht fertig, fühlt sich auch nicht fertig an und ist einem Jahr  hoffentlich für uns total überholt .

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