Wie wir agile Angebote entwickeln

Wer anderen agile Arbeit nahebringen will, so wie wir das bei Nordeck tun, sollte das im besten Falle auch selbst agil entwickeln. Aber wie sieht sowas aus?
Sonntagsabends gehen sie raus: die E-Mail-Aufgabe an unsere Pilot-Teilnehmer des Self-Coaching Programms  Servant Leadership.

wie wir agile Produkte entwickeln

Wer will denn sowas überhaupt?

Zuerst haben wir unseren Kunden zugehört. Und was wir immer wieder erfahren ist, dass sich mit der Umstellung auf agiles Arbeiten die Rolle der Führungskraft verändert. Das passiert schleichend, manchmal für eine Zeit lang unbemerkt, aber auf einmal wird klar: Alte Muster funktionieren nicht mehr und neue sind noch nicht geübt, geschweige denn gelebt. An dieser Stelle ist eine agile Umstellung aber häufig schon in vollem Gange und der Druck im Team ist groß.
Daraus entstand eine Idee: Wie wäre es, wenn sich die Führungskräfte in einem Selbstlern-Verfahren mit ihrer neuen Führungsrolle auseinandersetzen könnten? Wir haben unsere Kunden gefragt, ob sie das wollen – und das Interesse, bei unserem Pilot-Projekt dabei zu sein, war groß.

Also haben wir ein internes Team geformt und angefangen, Ideen zu sammeln, haben unsere agilen Coaches nach ihren Erfahrungen aus der Praxis gefragt und haben selbstorganisiert alles zusammengetragen. Wir wollen ein Pilot-Projekt starten, mit unseren Kunden lernen und am Ende das anbieten, was eine agile Führungskraft wirklich braucht.

Aha-Effekt Nr. 1: Unser Team braucht Führung

Was wir aber schnell merkten war, dass wir eine agile Führungskraft brauchen. Jede und jeder von uns hat ihr und sein Bestes gegeben, aber das Projekt ist in den Sommermonaten stagniert. Wir stießen selbst an Grenzen und machten Erfahrungen, die wir auch von unsren Kunden kennen: Agiles Arbeiten braucht Führung und klare Verantwortlichkeiten!
Auch uns ist der Frust nicht fremd, wenn man für die Tonne gearbeitet hat; wir kennen das Gefühl wie es ist, wenn es zu langsam voran geht und wenn man bei Entscheidungen nicht einbezogen wurde.

  • Wir haben aber Handwerkszeug, um daran zu arbeiten:
  • Wir haben selbst bestimmt, wer von uns das Projekt-Team leiten soll
  • Wir nutzen Microsoft Teams, um die Kommunikation transparent für alle zu gestalten und um miteinander auf Augenhöhe zu arbeiten.
  • Wir nutzen unsere individuellen Stärken, statt auf Schwächen zu schauen.
  • Wir machen kleine Schritte, die sich wieder verändern lassen.
  • Wir haben den Mut, Dinge auszuprobieren und unsere Entscheidungen rückgängig zu machen.

Während unsere Pilot-Teilnehmer an ihren ersten Aufgaben sitzen und ihre Erfahrungen reflektieren, setzen wir uns mit unserer Arbeit auseinander und machen eine Retrospektive – wie cool ist das denn?!

Wollt Ihr mehr „Hinter-den-Kulissen“-Geschichten und erfahren, wie eine interne Retrospektive bei uns abläuft? Dann bleibt dran und schaut mal wieder rein!

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