Austausch, Spiel & Anekdoten: ABC-BarCamp ein voller Erfolg

Was waren wir aufgeregt: Kommen genug Leute? Werden die Sessions interessant? Funktioniert die Raum- und Zeitplanung? Muss auch keiner verhungern? Wird die Kaffeemaschine durchhalten? Was sagen die Teilnehmenden? …?!! Doch kaum hatte der erste Gast unseren KAI30 betreten, lief alles wie von selbst. 

Tag 1: Agiles Coaching: Was ihr schon immer wissen wolltet … 

… und hier endlich platzieren konntet: Der Freitag startete mit hoch spannenden Sessions zu Statements und Fragen rund um Agiles Coaching. Mich hat der intensive Austausch darüber, wie man Führungskräfte erfolgreich ins “agile Boot” holen kann, echt mitgerissen: Sich mal vor Augen zu führen, welche Ängste und Sinnkrisen mit einem agilen Wandel bei Führungskräften ausgelöst werden können, beschäftigt mich – ehrlich gesagt – immer noch. 

Der Top Act des Tages waren die Jungs der “Agilen Jukebox”, die uns musikalisch und mit Texten über Scrum, Teams und Projektsettings zum Schwingen und Schmunzeln brachten – gran-di-os! Genauso wie die hoch spannende Diskussion um Kriterien für agile Reife in Organisationen: Am liebsten hätten wir am Samstag weiterdiskutiert, denn es ging ja schon damit los, ob “Reife” überhaupt ein erstrebenswertes Ziel für ein Unternehmen ist? Schließlich kommt nach reif vollreif, übrerreif – und dann? Verfault …?? 

 

Unter meiner persönlichen Top 3 des Tages rangiert übrigens die Anekdote einer Teilnehmerin ganz oben, die als Scrum Master u.a. in einem Unternehmen mit Betriebsrat arbeitet. Wichtigste Eingabe dieser Institution im Prozess: Die einzelnen Phasen durften nicht mehr “Sprint” heißen, das übe Druck auf die Mitarbeitenden aus. Also heißt es seitdem: “Takt” …!!? 😀😀  

Mit Spaß und Spiel zum Ziel
Der Samstag stand im Zeichen der Spiele: Der perfekte Rahmen, um Neues zu erproben und Ideen für die eigene Arbeit zu bekommen. Zum Teil auch ganz schön ernüchternd: Bei “Nummerntausch” waren wir allesamt nicht in der Lage, uns für nur eine Minute lang immer wieder eine neue Zahl zu merken… wir haben Tränen gelacht, danke dafür, Till! 

Richtig cool fand ich Stefans Bericht zur Arbeit von Extinction Rebellion (XR), einer Umweltorganisation, die mit konsequent agilem Setting ihre Aktionen plant und durchführt und dabei u.a. die Berliner Polizei an den Rand der Verzweiflung gebracht hat: Weiter können die Welten von XR und den klassisch hierarchisch strukturierten Ordnungshütern nicht auseinander liegen! Die Beispiele, wie Kommunikation in diesen beiden Welten funktioniert, erinnerte mich stark an “Kurti”, die Stoffpuppe aus dem früheren “Verstehen Sie Spaß?” – die Älteren unter euch erinnern sich noch? Unerschütterlich freundlich, beständig lächelnd, und jede Botschaft an das Gegenüber wird immer wieder von einem entwaffnenden “Vielen Dank!” begleitet. Sensationell! 

What a feeling …!
Ich hab`s rundum genossen: An beiden Tagen konnte man Offenheit, Kreativität, Wertschätzung und den Spaß am Miteinander nahezu einatmen. Das wurde auch bei den Treppenhaus-Talks zwischen den Sessions nicht weniger. Außerdem war das Feedback an beiden Tagen überwältigend: Alle – “Nordecker” und Gäste – wollten sofort “Mehr davon!” und freuen sich schon jetzt auf unser nächstes Agiles BarCamp am 23.+24.Oktober 2020 (save the date!!! 😊). 

LG
Sandra 

P.S.: Da dieses erste BarCamp für die Teilnehmenden kostenlos war, haben wir eine “Wertschätzungsbox” aufgestellt. Diese Summe stocken wir übrigens auf und spenden sie an Hinz & Kuntz, eine Obdachlosenorganisation in Hamburg. Danke an alle!  

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